Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit: In der Türkei gefolterte Europäer*innen erwägen rechtliche Schritte gegen türkische Beamte

Hannover – 4. Februar 2026
Letzte Woche reisten verschiedene Gruppen im Rahmen der „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit” in die kurdische Region der Türkei. Dort wollten sie ihre Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung der belagerten Stadt Kobanê zum Ausdruck bringen und über die humanitäre Lage in der Region der demokratischen Selbstverwaltung in Syrien berichten.


In den letzten Tagen wurden 50 Personen, die mit der Karawane in Verbindung stehen, von der türkischen Polizei festgenommen und aus der Türkei abgeschoben. Einige der Betroffenen erheben schwere Vorwürfe gegen türkische Beamte. Sie berichten von Misshandlungen während der Haft und sprechen von Schlägen, Tritten und sexueller Gewalt, einschließlich erzwungener Nacktdurchsuchung.


„Wir wurden in Einzelzellen gebracht und teilweise über Stunden hinweg geschlagen“, so Marlene Heldmann, Journalistin und Teilnehmerin der Jugenddelegation. Auch psychologische Folter, wie die Androhung der Hinrichtung, wurde gegen sie angewendet. Die Menschen wurden teilweise stundenlang gefesselt auf dem Boden liegen gelassen. Der Kontakt zu einem Anwalt wurde ihnen verweigert.
Nun beraten sie sich mit Anwältinnen in der Türkei von der „Vereinigung der Anwälte für Freiheit“ (ÖHD) und ihren Heimatländern, um mögliche rechtliche Schritte gegen türkische Beamte einzuleiten. „Durch Inhaftierung, Gewalt, Folter und Abschiebung wollte der türkische Staat uns daran hindern, unsere Solidarität mit den Menschen in Kobanê zum Ausdruck zu bringen und über den Krieg gegen die demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien zu berichten. Es werden alle Mittel eingesetzt, um die Öffentlichkeit daran zu hindern, sich ein eigenes Bild von der Lage vor Ort zu machen“, sagt Marlene Heldmann von der Jugenddelegation, die an der Karawane teilnahm. „Was wir erlebt haben, ist nur ein kleiner Einblick in die alltägliche Gewalt, der die kurdische Bevölkerung und die politische Opposition in der Türkei ausgesetzt sind. Seit Jahren wird die kurdische Bevölkerung und ihr Kampf für ein freies, würdiges Leben kriminalisiert und gewaltsam unterdrückt“, so Zozan Ombor. Erst am Dienstag den 3.2.26 wurden in der Türkei erneut 96 Menschen in einer koordinierten Polizeiaktion festgenommen. Betroffen sind zahlreiche Personen aus Gewerkschaften, der Presse und politischen Organisationen. Unter ihnen sind auch Journalistinnen der Nachrichtenagentur ETHA, die zuvor über die Karawane berichtet hatte. Zwischen dem 1. Januar und 2. Februar dokumentierte die ÖHD demnach mehr als 800 Festnahmen, über hundert Inhaftierungen, Dutzende Fälle von physischer Gewalt sowie zahlreiche Verstöße gegen Kinderrechte und die freie Berufsausübung von Anwält:innen.


„Diese Formen von Gewalt und Folter sind in der Türkei weit verbreitet. Insbesondere die Forderungen und Bemühungen um eine demokratische Gesellschaft sind mit Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung konfrontiert. Deshalb ist der Kampf für einen würdevollen Frieden eine internationalistische Verantwortung“, betont der Demokratische Kongress der Völker (HDK), in der Türkei.
Auch die europäischen Staaten werden von der Karawane für ihre Unterstützung der türkischen Regierung und des islamistischen Regimes in Damaskus kritisiert. „Wie kann es sein, dass autoritäre und islamistische Regierungen wie die in Damaskus und Ankara von europäischen Staaten wie Deutschland oder Frankreich toleriert und unterstützt werden? Wir fordern die europäischen Regierungen auf, die Menschenrechtsverletzungen der Türkei scharf zu verurteilen, die Unterstützung des syrischen Regimes zu beenden und stattdessen die demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien politisch anzuerkennen“, betont Gesa Jonasson.


Die Mitglieder der Delegation stehen für Fragen und Interviews zur Verfügung.

Pressekontakt:
Pressekontakt der Karawane: + 31613048773
(Am besten erreichbar über die Messenger Signal, Whats App und E.Mail)

Über die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“
Die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ entstand als Reaktion vieler engagierter Menschen in Europa auf die zunehmenden Angriffe auf die Demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien, auch bekannt als Rojava. Die Teilnehmenden der Karawane verbindet das Ziel, ein starkes Zeichen der Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung in Nord- und Ostsyrien zu setzen.
Am 23.2.26 hatten sich auf verschiedenen Routen mehr als einhundert Menschen aus über 10 Ländern der Karawane auf ihrem Weg nach Kobanê angeschlossen. Unter ihnen waren Journalistinnen, Landwirtinnen, Handwerkerinnen, Mitglieder eines europäischen Netzwerks gegen Femizid und Vertreterinnen der Städtepartnerschaft Göttingen-Tirbespiyê (Syrien).

Gewalt und Folter gegen Teilnehmer:innen der „Peoples’ Caravan – Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ in der Türkei

Istanbul / Hannover – 01.02.26    In der vergangenen Woche bereiste eine Delegation mehrerer Jugendorganisationen – unter ihnen auch Journalist:innen – sowie weitere Menschenrechts- und Friedens-Aktivist*innen die kurdischen Gebiete in der Türkei. Ihr Ziel, die dortigen Proteste gegen die militärische Eskalation in Syrien zu beobachten und an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Delegation war im Rahmen der „Peoples’ Caravan – Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ auf dem Weg zur türkisch-syrischen Grenze. Dort wollten sie ihre Solidarität mit den Menschen in der Stadt Kobanê zum Ausdruck bringen. Am Mittwoch war die Gruppe jedoch von der Polizei festgenommen worden, worüber auch deutsche Medien berichteten.

Nun erheben die Teilnehmenden der Delegation schwere Vorwürfe gegenüber den türkischen Beamten. Laut ihrer Aussage kam es während des Abschiebeprozesses zu massiver Gewalt.

Die Gruppe hatte am Donnerstagabend bereits in Istanbul in einem Flugzeug gesessen, mit dem sie nach Deutschland abgeschoben werden sollte. Im Flugzeug informierten sie die anderen Fluggäste über ihre Abschiebung. Daraufhin wurde die Gruppe gegen 21:40 Uhr Ortszeit unter Gewaltanwendung von türkischen Beamten aus dem Flugzeug gebracht.

„Direkt nach dem wir aus dem Flugzeug geholt wurden, begannen Beamte uns zu fesseln, wiederholt zu schlagen und uns zu bedrohen. Immer wieder wurden wir in Einzelzellen gebracht und teilweise über Stunden hinweg geschlagen“, sagte Anna Müller.

Zudem berichteten die Betroffenen von sexualisierten Übergriffen, erniedrigenden Behandlungen, sowie psychologischer Folter durch die Beamten. Nach ihre Ankunft in Deutschland ließen sie ihre Verletzungen ärztlich dokumentieren.

Teilnehmende der Delegation wiesen darauf hin, dass die Behandlungen ihnen gegenüber nur die Spitze des Eisbergs der Menschenrechtsverletzungen in der Türkei darstelle.

„Die Beamten reagierten vor allem angesichts von Äußerungen in kurdischer Sprache sowie politischer Äußerungen in Solidarität mit der demokratischen Selbstverwaltung in Syrien und im besonderen mit den Kurd:innen mit extremer Gewalt. Das Vorgehen zeigt, dass die systematische und institutionelle Unterdrückung der Kurd:innen sowie der demokratischen Opposition und der Presse in der Türkei weiterhin alltägliche Realität ist“, erklärte Lynn Bojang.

Während die Mitglieder der Delegation mittlerweile wieder in Deutschland angekommen sind, wurden am Freitagabend weitere 29 Mitglieder der „Peoples‘ Caravan – Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ in der Türkei festgenommen. Auch in diesem Fall muss massive Gewalt und Folter gegen die Betroffenen befürchtet werden. Derzeit befindet sich die Gruppe in Abschiebehaft in Istanbul. Ein direkter Kontakt besteht nicht. Wann sie genau abgeschoben werden, ist noch offen.

Für Nachfragen und Interviews stehen Mitglieder der Delegation zur Verfügung.

Anbei schicken wir Ihnen zur besseren Einordnung der Beweggründe der Delegation auch die erste Pressemitteilung zu ihrer Festnahme.

Pressekontakt:

Marlene Heldmann (Jugenddelegation): +49 1521 6870299

Pressekontakt Karawane: + 31613048773

Festnahme von Karawane nach Protest an türkisch-syrischer Grenze

Istanbul/Hannover 31.1.26 – Am Freitag gab die Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit in der Stadt Pirsus/Suruc, an der türkisch-syrischen Grenze, eine Erklärung der Solidarität mit den Menschen der belagerten Stadt Kobanê ab. Darin kritisierte sie die internationale Gemeinschaft für ihre Unterstützung der islamistischen Übergangsregierung in Damaskus und forderte sofortige Hilfe für die Menschen in Nord- und Ostsyrien/Rojava.

Nach der Teilnahme an einer Großdemonstration in Pirsus und ihrer Erklärung an die Presse wurde die Karawane am frühen Abend von der türkischen Polizei festgenommen. Insgesamt wurden 29 Teilnehmende mit unterschiedlichen europäischen Staatsangehörigkeiten, u.a. Irland, Frankreich, England, Deutschland, Spanien und Dänemark, verhaftet. Unter ihnen sind Journalist:innen, Landwirt:innen, Handwerker:innen, Mitglieder eines europäischen Netzwerks gegen Feminizide und Vertreter der Städtepartnerschaft Göttingen-Tirbespiyê (Syrien).

Gegen 19 Uhr Ortszeit stoppte die Polizei die Karawane in der Nähe der Stadt Pirsus/Suruc. Eine offizielle Erklärung für die Festnahme liegt derzeit nicht vor. Die Mitglieder der Karawane wurden in Polizeibussen in die Stadt Riha/Urfa gebracht. Von dort sollen sie laut Informationen von vor Ort nach Istanbul gebracht werden, um aus der Türkei abgeschoben zu werden.

„Das ist das letzte Video aus dem Polizeiauto zum Abschiebegefängnis. Wir rufen alle dazu auf, auf die Straßen zu gehen um die Belagerung der Stadt Kobanê und die Massaker zu beenden. Wir wollen, dass alle die Beteiligung der Türkei in diesem Krieg gegen die kurdische Bevölkerung sehen. Dass alle ihre Stimme für Rojava erheben“, spricht Anna Ellenberger in den letzten Minuten vor der Verhaftung in die Kamera.

Bereits am 29.1. wurde eine Gruppe von 19 Personen von der Karawane auf ihrem Weg nach Kobanê, nahe der Stadt Mêrdîn/Mardin, von der türkischen Polizei verhaftet und am 30.1. nach Deutschland abgeschoben. Die Teilnehmenden erheben schwere Vorwürfe gegenüber der türkischen Polizei. Sie sprechen von Gewalt und Foltererfahrungen in der Abschiebehaft.

Auch das Mitglied des Deutschen Bundestages, Kassem Taher Saleh, äußerte sich in einer Erklärung, die er zur Unterstützung der Karawane verfasste.

„Ich fordere die Türkei auf, diesen Akt der Menschlichkeit zuzulassen und die Karawane passieren zu lassen. Ebenso fordere ich die Bundesrepublik Deutschland auf, nicht länger die Augen vor den schweren Menschenrechtsverbrechen zu verschließen, die von den islamistischen Milizen unter Führung von Al-Sharaa in Nordostsyrien verübt werden – und vor der Rolle, die regionale Akteure dabei spielen“, schrieb Kassem Taher Saleh.

Repressionen gegen Friedensaktivist:innen sind in der Türkei kein Einzelfall. In den vergangenen Wochen wurden bereits hunderte Personen im Rahmen von Demonstrationen in Solidarität mit der Bevölkerung in Nord-Ost-Syrien in der Türkei festgenommen. Allein am Samstag, den 24.1.26 wurden nach Angaben der „Vereinigung freiheitlicher Journalist:innen“ ÖHD in Istanbul 95 Menschen bei einer Demonstration gegen die Belagerung von Kobanê in Gewahrsam genommen. Unter ihnen auch der örtliche DEM-Partei Vorsitzende Çınar Altan.

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Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773

Über die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“

Die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ entstand als Reaktion vieler engagierter Menschen in Europa auf die zunehmenden Angriffe auf die Demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien, auch bekannt als Rojava. Die Teilnehmenden der Karawane verbindet das Ziel, ein starkes Zeichen der Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung in Nord- und Ostsyrien zu setzen. In den letzten Tagen haben sich ihr mehr als einhundert Menschen aus über 10 Ländern angeschlossen. Über verschiedene Routen ist die Karawane auf dem Weg in Richtung der türkisch-syrischen Grenze zur umzingelten Stadt Kobanê.

Verhaftungen in der Türkei und Protestaktion an der griechisch-türkischen Grenze – Die Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit setzt ihren Protest fort

Thessaloniki/Ankara, 29.01.2026 – Um auf die humanitäre Situation und den Krieg in Syrien aufmerksam zu machen, protestierten gestern Mitglieder der „Karawane zur Verteidigungder Menschlichkeit“ an der griechisch-türkischen Grenze. Gleichzeitig wurden Mitglieder der Karawane, die sich auf dem Weg aus der kurdischen Stadt Amed (tr. Diyarbakir) Richtung syrischer Grenze befanden, durch die türkische Polizei Inhaftiert.

„Ich bin von Deutschland aus bis an die griechisch-türkische Grenze gereist, um klarzumachen, dass auch Europa eine Verantwortung dafür trägt, was in Syrien passiert. Es ist ein Skandal, dass die deutsche Regierung schweigt, wenn das türkische Militär in Syrien völkerrechtswidrig Krieg führt. Gerade jetzt muss sieihre diplomatischen Beziehungen nutzen, um auf ein Ende der
Gewalt und ein Ende der Angriffe auf die selbstverwalteten Gebiete zu drängen“, sagt Lea Bunse, die vor einem Jahr selbst durch einen türkischen Drohnenangriff verletzt wurde und gestern an der griechisch-türkischen Grenze protestierte.

Zeitgleich wurde ein Teil der Karawane, der sich bereits in der Türkei befand, durch die türkische Polizei festgenommen. Der Aufenthaltsort der 16 inhaftierten Personen, unter ihnen viele Jugendliche und einige Journalistinnen, ist derzeit noch unklar. Ob und wann sie in ihre Heimatländer abgeschoben werden, ist bislang unklar. Während ihrer Verhaftung waren sie auf dem Weg von Amed (tr. Diyarbakir) nach Mêrdîn (tr. Mardin), von wo aus sie an die Grenze nach Kobane weiter wollten.

„Wir lassen uns von diesen Repressionen nicht einschüchtern. Die Haltung des türkischen Staates ist nicht neu: Immer wieder stellt er sich an die Seite von Islamisten, schränkt demokratische Rechte ein und verweigert humanitäre Hilfe“, sagt Livia Selmi, die sich aus Italien dem Protest angeschlossen hat.

Währenddessen spitzt sich die humanitäre Lage in der Stadt Kobane und in der gesamten Region der demokratischen Selbstverwaltung weiter zu. In Kobane fehlt es an grundlegender Versorgung, das machen die Nachrichten, die in den letzten Tagen aus der Stadt kommen, deutlich. Die militärischen Angriffe der islamistischen Milizen und der Türkei gehen trotz vereinbarter Waffenruhe weiter.

„Ich habe mich aus Hannover auf den Weg gemacht, um solidarisch an der Seite der Menschen in Kobane zu stehen. Denn die Situation in der Stadt ist katastrophal: Brot, Wasser, Strom und Medikamente sind kaummehr verfügbar. Gleichzeitig führen islamistische Milizen, die an anderen Orten bereits Massaker an Zivilisten begangen haben, und das türkische Militär, ihre Angriffe fort“, betont Gesa Jonasson.

Pressekontakte:

Sprecherin der Karawane: Gesa Jonasson +49 163 1439287

Teilnehmende der Karawane Lea Bunse: +49 176 1486 3535

Weitere Sprecher:innen für unterschiedlichen Sprachen sind unter dem allgemeinen Kontakt des Presseteams zu erreichen +31 6130 48773

Über die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“

Die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ entstand als Reaktion vieler engagierter Menschen in Europa auf die zunehmenden Angriffe auf die Demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien, auch bekannt als Rojava. Die Teilnehmenden der Karawane verbindet das Ziel, ein starkes Zeichen der Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung in Nord- und Ostsyrien zu setzen. In den letzten Tagen haben sich ihr mehr als einhundert Menschen aus über 10 Ländern angeschlossen. Über verschiedene Routen ist die Karawane auf dem Weg in Richtung der türkisch-syrischen Grenze zur umzingelten Stadt Kobane.

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Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit steht vor Grenzübertritt in die Türkei

28. Januar 2026, Thessaloniki – Mit der „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ setzen mehr als einhundert Menschen aus über 10 verschiedenen europäischen Ländern ein Zeichen der Solidarität mit der Bevölkerung der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES). Diese wird seit Wochen von der islamistischen Übergangsregierung in Damaskus, mit Unterstützung der türkischen Armee, angegriffen.

Bis nach Thessaloniki zog die Karawane über mehrere Routen durch Europa. Heute plant sie, in die Türkei einzureisen. Von dort setzt sie ihre Reise bis an die syrisch-türkische Grenze zur Stadt Kobane fort. Dort wollen die Teilnehmer*innen die Menschen in ihrem Widerstand gegen die Belagerung der Stadt unterstützen und auf die dramatische humanitäre Lage vor Ort aufmerksam machen.

Wir stehen an der Seite der Menschen in Nord- und Ostsyrien und unterstützen ihren Einsatz für Demokratie, Frieden und Freiheit. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie erneut vor der Herrschaft von Islamist:innen zittern müssen. Rojava zu verteidigen bedeutet, die Menschlichkeit zu verteidigen“, so Ségolène Ogier, die aus Frankreich an der Karawane teilnimmt.

Mitten im syrischen Bürgerkrieg der letzten Jahre wurde mit der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES), auch bekannt als Rojava, ein demokratisches Gesellschaftsmodell aufgebaut. Dieses stellt die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen, den Aufbau demokratischer Räte und eine ökologische Wirtschaft ins Zentrum. Im Norden Syriens ist so ein friedliches Zusammenleben vielfältiger ethnischer und religiöser Gruppen ermöglicht worden, darunter Kurd:innen, Araber:innen, Assyrer:innen, Christ:innen und Drus:innen.

Die nun durch Truppen der syrischen Übergangsregierung belagerte Stadt Kobanê wurde 2014 zum internationalen Symbol des Kampfes gegen den sogenannten Islamischen Staat. Durch den Widerstand der Bevölkerung und der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) konnte die Stadt verteidigt, der IS immer weiter zurückgedrängt und schließlich 2017 militärisch besiegt werden.

Die Menschen, die die Welt vor dem Islamischen Staat befreiten, der auch in Europa für Angst und Schrecken sorgte, werden heute erneut von der internationalen Gemeinschaft im Stich gelassen“, so Gesa Jonasson, eine der Sprecherinnen der Karawane.

Die Teilnehmer*innen der Karawane kritisieren die fehlende Haltung der europäischen Staaten gegen die Regierung in Damaskus und fordern die politische Anerkennung der Demokratischen Selbstverwaltung. Anstatt die dokumentierten Kriegsverbrechen der syrischen Übergangsregierung zu verurteilen, wird der selbsternannte syrische Präsident al-Scharaa als Staatsgast empfangen.

Die schweren Angriffe, die katastrophale humanitäre Situation und die stattfindenden Vertreibungen durch die syrische Armee mit Unterstützung der türkischen Armee destabilisieren zunehmend die gesamte Region. Zugleich gefährden sie die Sicherheit Europas. Bereits jetzt konnten infolge der Angriffe hunderte IS-Gefangene aus den Gefängnissen in Nord- und Ostsyrien entkommen. Damit droht ein Wiedererstarken des IS.

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Sprecherin der Karawane: Gesa Jonasson +49 163 1439287

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Über die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“

Die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ entstand als Reaktion vieler engagierter Menschen in Europa auf die zunehmenden Angriffe auf die Demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien, auch bekannt als Rojava. Die Teilnehmenden der Karawane verbindet das Ziel, ein starkes Zeichen der Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung in Nord- und Ostsyrien zu setzen. In den letzten Tagen haben sich ihr mehr als einhundert Menschen aus über 10 Ländern angeschlossen. Über verschiedene Routen ist die Karawane auf dem Weg in Richtung der türkisch-syrischen Grenze zur umzingelten Stadt Kobane.

Zwei in Syrien verletzte Deutsche schließen sich Karawane nach Kobane an

27.01.2026, ThessalonikiDie deutschen Friedensaktivist:innen Lea Bunse und Jakob Rihn haben sich der Aktion „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ angeschlossen. Beide wurden vor einem Jahr bei der zivilen Verteidigung des Tişrîn-Staudamms am Euphrat in Nord- und Ostsyrien durch türkische Drohnenangriffe verletzt. Nun wollen sie bis an die türkisch-syrische Grenze reisen, um medizinische Unterstützung zu leisten und auf die dramatische Versorgungslage im Norden Syriens aufmerksam zu machen.

Lea Bunse, Umweltaktivistin aus dem Landkreis Heilbronn, und Jakob Rihn, Physiotherapeut aus Brandenburg, waren bereits im Januar des vergangenen Jahres Teil der Friedenswache am Tişrîn-Staudamm. Damals war es zu schweren Angriffen auf die demokratische Selbstverwaltung durch islamistische Milizen, unterstützt durch die türkische Armee gekommen. Dabei wurden 22 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt.

Wir haben am eigenen Körper erfahren, was es bedeutet, unter Beschuss verletzt zu werden – und wie schwierig die medizinische Versorgung und humanitäre Situation in einer solchen Situation ist. Daher ist die Arbeit der medizinischen Kräfte vor Ort so wichtig, sagt Lea Bunse.

Damals kamen tausende von Menschen aus allen Teilen Nord- und Ostsyriens zusammen, um diese wichtige zivile Infrastruktur Syriens, die Strom für Millionen Haushalte lieferte, zu schützen und seine Zerstörung zu verhindern. Sie stellten sich mit ihren eigenen Körpern den islamistischen Milizen und den Drohnenangriffen entgegen.

Bunse und Rihn wurden bei gezielten Drohnenangriffen der türkischen Armee auf die zivile Mahnwache verwundet. Die medizinische Erstversorgung der Verletzten erfolgte damals unter extremen Bedingungen, da auch Krankenwagen und medizinisches Personal selbst Ziel von Angriffen wurden.

Aufgrund unserer Verletzungen mussten wir zurück nach Deutschland. Doch im Herzen sind wir immer noch an der Seite der Menschen dort.Alles was gerade passiert erinnert uns an die Situation von vor einem Jahr. Wieder werden Zivilisten gezielt angegriffen. Wieder wird versucht das demokratische Zusammenleben der Menschen in Syrien zu zerstören“, so Rihn.

Mit ihrer Teilnahme an der Karawane möchten sie nicht nur Öffentlichkeit schaffen, sondern auch konkrete medizinische Unterstützung leisten. Außerdem wollen sie internationale Hilfsorganisationen auffordern, sich klar gegen die anhaltenden Kriegsverbrechen zu positionieren. Auch Spenden wollen sie, zusammen mit dem Kurdische Rote Halbmond (Heyva Sor a Kurdistanê), für die Unterstützung der Menschen organisieren. Für all diese Anliegen haben sie sich als „Medical Support Caravan“ zusammengeschlossen.

Beide stehen für Interviews und Pressegespräche zur Verfügung.

Pressekontakte:

Lea Bunse und Jakob Rihn +491639485993

E-Mail zur Medical Support Caravan: medicalsupportcaravan@proton.me

E-mail: medicalsupportcaravan@proton.me

Instagram: @Medicalvisabilitycaravan

Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773

Über die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“

Ziele der internationalen Karawane ist es, das internationale Schweigen angesichts der Verbrechen des syrischen Militärs zu brechen und ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzten. Ihr Reiseziel ist die kurdische Stadt Kobane in Syrien, die derzeit vom Militär der islamistischen Übergangsregierung des syrischen Staates angegriffen und belagert wird.

Karawane ist auf dem Weg nach Belgrad

Karawane ist auf dem Weg nach Belgrad

Tag III

Am dritten Tag der Karawane kamen die verschiedenen Routen in Wien zusammen. Hier fand eine gemeinsame Pressekonferenz statt, an der zahlreiche Vertreter*innen der Presse teilnahmen. Nach einer lauten und kraftvollen Demonstration am Mittag setzte sich die Karawane um 13 Uhr erneut in Bewegung Richtung Belgrad, Serbien. Dort wird die Karawane über Nacht bleiben, bevor es morgen weiter nach Thessaloniki, Griechenland, geht.

Morgen, am Welt-Kobane-Tag, beginnen wir um 9 Uhr mit einer Pressekonferenz im Migrant Park, bevor wir um 10 Uhr nach Thessaloniki aufbrechen.

Menschen aus vielen verschiedenen Ländern und Regionen Europas und der ganzen Welt nehmen inzwischen an der Karawane teil:
aus Frankreich, Italien, Schottland, Irland, Deutschland, Katalonien, dem Vereinigten Königreich, Kurdistan, Luxemburg, Kolumbien, der Schweiz, Österreich und der Slowakei.

Also bleibt dran! Berxwedan Jîyan e! Bis bald auf der Straße!

„Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ auf dem Weg nach Kobane – Solidarität kennt keine Grenzen

26.01.2026, Belgrad – Mit mehr als 100 Menschen aus über zehn Ländern ist die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ bereits seit drei Tagen quer durch Europa auf dem Weg zur syrisch-türkischen Grenze. Gestern Abend erreichte sie die serbische Stadt Belgrad. Voraussichtlich am Mittwoch, dem 28. Januar, wird sie die Grenze zur Türkei passieren und die Europäische Union verlassen.

„Wir sind froh, dass wir es schon bis nach Belgrad geschafft haben und unserem Ziel Kobane näher kommen. Belgrad ist dabei eine wichtige Station, denn die Stadt steht symbolisch für die Fluchtbewegung vieler tausend Menschen nach Europa“, so Gesa Jonasson, Sprecherin der Karawane.

Der Krieg in Syrien und der Islamische Staat (IS), der über viele Jahre einen Großteil des Landes kontrollierte, zwangen Hunderttausende in Syrien zur Flucht. Nun erstarken islamistische Kräfte erneut. Zu diesen zählt aber nicht nur der sich reorganisierende IS, sondern auch die syrische Übergangsregierung selbst. Mit Ahmed al-Scharaa ist ein ehemaliger Dschihadist, der sich nun internationale Anerkennung verschafft hat, an die Spitze des Staates gekommen.

Auf diese Gefahr wurde bei vielen Demonstrationen und Kundgebungen entlang der Route der Karawane immer wieder hingewiesen – eine Bedrohung, die nicht nur die Menschen vor Ort betrifft, sondern auch Auswirkungen auf die Sicherheit in Europa haben kann.

„Die demokratische Selbstverwaltung in Syrien, die den IS besiegte und ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Menschen in Syrien ermöglichte, wird nun erneut von islamistischen Kräften bedroht. Deswegen machen wir uns auf den Weg nach Kobane“, so Jonasson weiter.

Die Unterstützung, die die Karawane bisher auf ihrem Weg erfahren hat, ist groß. In allen Städten ihrer Route, ob in Zürich, Milano, Leipzig, Wien oder nun in Belgrad, wurden sie von vielen Menschen empfangen und versorgt.

„Die Stimmen der Protestierenden in Europa, Solidaritätskampagnen und auch unsere Karawane, werden von den Menschen in Kobane und der Region gehört“, freut sich Zozan Kisa.

Erst gestern Abend hatte der Oberkommandierende der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) Mazlum Abdi live im Fernsehen Ronahi TV erklärt: „Die weltweite Solidarität und Unterstützung wirkt sich positiv auf die internationalen Mächte aus. Gleichzeitig stärkt und motiviert es unsere Kräfte in der Region. Solange die Zukunft Rojavas ohne Garantie bleibt, muss die Solidarität andauern“.

Heute um 9 Uhr wird die Karawane im Luka Ćelović Park eine Kundgebung abhalten und ein Pressestatement abgeben. Dort wird es für Journalist:innen die Möglichkeit geben mit Teilnehmenden der Karawane Interviews zu führen.

Von dort aus führt der Weg weiter über Thessaloniki, Ankara und schließlich bis nach Kobane.

Pressekontakte:
Sprecherin der Karawane: Gesa Jonasson +49 163 1439287
Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773

Über die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“
Die Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit ist die selbstorganisierte europäische Antwort auf den Krieg gegen die Demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien, auch bekannt als Rojava. Die Teilnehmenden der Karawane verbindet das Ziel, ein starkes Zeichen der Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung in Nord- und Ostsyrien zu setzen. Über verschiedene Routen ist die Karawane auf dem Weg in Richtung der türkisch-syrischen Grenze zur umzingelten Stadt Kobane.

Humanitäre Krise in Kobane – Unterstützung aus aller Welt auf dem Weg in die Stadt

24.01.2026, Wien – Die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ erreicht mit über 100 Menschen das österreichische Wien. Auf vier verschiedenen Routen haben sich Menschen aus Europa auf den Weg nach Kobane gemacht, um die Menschen vor Ort in ihrem Widerstand gegen die Belagerung durch die syrische Armee zu unterstützen.

„Heute haben uns Nachrichten erreicht, dass die Versorgung in der Stadt Kobane zusammengebrochen ist. Die islamistische syrische Armee versperrt alle Zugangswege in die Stadt. Zwischen diesen Soldaten und dem Islamischen Staat, der vor einigen Jahren die Stadt angriff, ist kein großer Unterschied. Wie kann es sein, dass diese Stadt und ihre Bewohner:innen, die zum Symbol des Widerstands gegen den IS wurden, in dieser schwierigen Situation allein gelassen werden“, kritisiert Gesa Jonasson, Sprecherin der Karawane.

Die Teilnehmer:innen der Karawane sind aus verschiedenen Regionen Europas zusammengekommen unter anderem aus Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Katalonien und England. Die weiteste Anreise hatten Teilnehmende aus Kolumbien.

„Wir in Kolumbien wissen, was es heißt, im Krieg zu leben. Auch unser Land wurde zerstört. Doch die starken Frauen in Rakka, die ich auf meiner Reise in die Region 2025 kennengelernt habe, haben mich mit ihrem Mut und Widerstand gegen den IS sehr beeindruckt“, betont Lalo Londono aus Kolumbien.

Viele Jahre war die arabische Stadt Rakka die Hauptstadt des sogenannten Islamischen Staates (IS), bis sie im Oktober 2017 von den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) befreit wurde. Unter den Kämpfer:innen waren auch viele arabische Frauen aus der Region. Vor wenigen Tagen nahm die syrische Armee die Stadt gegen den Widerstand der SDF ein. Viele Teilnehmende der Karawane eint die Sorge, dass durch den Krieg der Regierung aus Damaskus islamistische Kräfte wie der IS in der gesamten Region wieder erstarken. Bereits nach der Machtübernahme der selbsternannten Übergangsregierung war es zu Massakern an verschiedenen Minderheiten in Syrien gekommen.

„Die demokratische Selbstverwaltung steht für direkte Demokratie, Freiheit der Frau und ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Menschen, wie Drusen, Kurden, Assyrer und vielen mehr. Das nun genau diesen Menschen eine humanitäre Katastrophe droht, wie gerade in Kobane, können wir nicht schweigend hinnehmen“, sagt Zozan Kisa, Teilnehmende der Karawane.

Am 25.01.2026 findet eine Kundgebung mit einem Pressetermin auf dem Heldenplatz in Wien statt. Von dort aus wird die Karawane ihren Weg über Serbien, Griechenland und die Türkei zur syrisch-türkischen Grenze fortsetzen.

Pressekontakt:
Teilnehmende der Karawane aus Frankfurt am Main: Zozan Kisa + 49 157 332 08412
Sprecherin der Karawane: Gesa Jonasson +49 163 1439287
Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773

„Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ – Mehr als 100 Teilnehmende der Karawane auf dem Weg in die Stadt Kobanê

23.01.2026, Frankfurt am Main – Nachdem gestern die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ mit einer Pressekonferenz ihren Start ankündigte, schlossen sich an ihrem ersten Tage mehr als 100 Teilnehmende an. Auf zwei Routen in Deutschland, von Köln über Frankfurt und Freiburg bis nach Zürich, und von Hannover über Kassel bis nach Leipzig, nähert sich die Karawane ihrem Zwischenziel Wien. Zur gleichen Zeit startete ein Konvoi der Karawane aus der französischen Stadt Lyon in Richtung Turin.

Die vielen Menschen aus unterschiedlichen Teilen Europas verbindet das gemeinsame Ziel, ein starkes Zeichen der Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung der demokratischen Selbstverwaltung in Syrien zu setzen. Zudem wollen sie mit ihrer Aktion das internationale Schweigen über die Kriegsverbrechen der syrischen islamistischen Armee brechen. Dafür machten sie sich heute auf den Weg. Ihr Ziel: die kurdische Stadt Kobane in Syrien. Diese ist derzeit von der syrischen Armee umzingelt. Berichten zufolge wurde die Strom- und Wasserversorgung durch die syrische Arme unterbrochen und auch das Internet funktioniert nicht.

Am heutigen Tag startete auch in Frankreich ein Konvoi der Karawane. Nach einer Pressekonferenz machten sich mehrere Autos auf den Weg Richtung Wien. „Das sich bereits am ersten Tag mehr als 100 Menschen der Karawane angeschlossen haben, ist ein großer Erfolg und ein starkes Zeichen der Solidarität“, bewertet Gesa Jonasson, Sprecherin der Karawane.

In Deutschland führten die Routen der einzelnen Konvois durch viele unterschiedliche Städte. In diesen wurden sie immer wieder von hunderten Menschen empfangen, verpflegt und Unterkünfte für die Nacht organisiert. „Die Unterstützung die wir auf unserem Weg bisher erhalten haben, ist überwältigend. Tausende Menschen sind jetzt schon in diese Aktion involviert“, sagt Gesa Jonasson weiter.

In den unterschiedlichen Städten nahm die Karawane an lokalen Kundgebungen und Demonstrationen teil, die sich u.a. gegen die Menschenrechtsverletzungen der syrischen Armee richteten. In vielen Redebeiträgen, wie auf der Kundgebung in Kassel, wurde die Gefahr thematisiert, die vom Erstarken des Islamischen Staates in Syrien ausgehe. Zozan Kisa, die sich in Frankfurt der Karawane angeschlossen hatte, betont dazu: „Die syrische Armee an sich besteht aus islamistischen Gruppen und hat nun einige Gefängnisse, in denen Mitglieder des Islamischen Staates von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) bisher bewacht wurden, geöffnet. Immer wieder hören wir wie viel Angst die Menschen in Syrien, im besonderen Gruppen wie die Kurden, Eziden, Alawiten und Christen, vor diesen Entwicklungen haben. Doch nicht nur in Syrien sind die Menschen besorgt. Auch in Europa hat der Islamische Staat in den letzten Jahren viele Anschläge verübt. „Die Syrischen Demokratischen Kräfte haben gegen den IS auch für unsere Sicherheit gekämpft“, betont eine Teilnehmerin der Kundgebung in Frankfurt am Main.

Morgen (24.01.) wird die Karawane in München einen Zwischenstopp machen. Dort wird um 13:00 Uhr zu einer Pressekonferenz im Kulturladen Westend, Ligsalzstraße 36, eingeladen. Auf dieser wird sich die Karawane erneut der Öffentlichkeit vorstellen. Pressevertreter:innen sind herzlich eingeladen.

Pressekontakte:
Teilnehmende der Karawane aus Frankfurt am Mai: Zozan Kisa + 49 157 332 08412
Sprecherin der Karawane: Gesa Jonasson +49 163 1439287
Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773