Karawane ist auf dem Weg nach Belgrad

Karawane ist auf dem Weg nach Belgrad

Tag III

Am dritten Tag der Karawane kamen die verschiedenen Routen in Wien zusammen. Hier fand eine gemeinsame Pressekonferenz statt, an der zahlreiche Vertreter*innen der Presse teilnahmen. Nach einer lauten und kraftvollen Demonstration am Mittag setzte sich die Karawane um 13 Uhr erneut in Bewegung Richtung Belgrad, Serbien. Dort wird die Karawane über Nacht bleiben, bevor es morgen weiter nach Thessaloniki, Griechenland, geht.

Morgen, am Welt-Kobane-Tag, beginnen wir um 9 Uhr mit einer Pressekonferenz im Migrant Park, bevor wir um 10 Uhr nach Thessaloniki aufbrechen.

Menschen aus vielen verschiedenen Ländern und Regionen Europas und der ganzen Welt nehmen inzwischen an der Karawane teil:
aus Frankreich, Italien, Schottland, Irland, Deutschland, Katalonien, dem Vereinigten Königreich, Kurdistan, Luxemburg, Kolumbien, der Schweiz, Österreich und der Slowakei.

Also bleibt dran! Berxwedan Jîyan e! Bis bald auf der Straße!

„Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ auf dem Weg nach Kobane – Solidarität kennt keine Grenzen

26.01.2026, Belgrad – Mit mehr als 100 Menschen aus über zehn Ländern ist die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ bereits seit drei Tagen quer durch Europa auf dem Weg zur syrisch-türkischen Grenze. Gestern Abend erreichte sie die serbische Stadt Belgrad. Voraussichtlich am Mittwoch, dem 28. Januar, wird sie die Grenze zur Türkei passieren und die Europäische Union verlassen.

„Wir sind froh, dass wir es schon bis nach Belgrad geschafft haben und unserem Ziel Kobane näher kommen. Belgrad ist dabei eine wichtige Station, denn die Stadt steht symbolisch für die Fluchtbewegung vieler tausend Menschen nach Europa“, so Gesa Jonasson, Sprecherin der Karawane.

Der Krieg in Syrien und der Islamische Staat (IS), der über viele Jahre einen Großteil des Landes kontrollierte, zwangen Hunderttausende in Syrien zur Flucht. Nun erstarken islamistische Kräfte erneut. Zu diesen zählt aber nicht nur der sich reorganisierende IS, sondern auch die syrische Übergangsregierung selbst. Mit Ahmed al-Scharaa ist ein ehemaliger Dschihadist, der sich nun internationale Anerkennung verschafft hat, an die Spitze des Staates gekommen.

Auf diese Gefahr wurde bei vielen Demonstrationen und Kundgebungen entlang der Route der Karawane immer wieder hingewiesen – eine Bedrohung, die nicht nur die Menschen vor Ort betrifft, sondern auch Auswirkungen auf die Sicherheit in Europa haben kann.

„Die demokratische Selbstverwaltung in Syrien, die den IS besiegte und ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Menschen in Syrien ermöglichte, wird nun erneut von islamistischen Kräften bedroht. Deswegen machen wir uns auf den Weg nach Kobane“, so Jonasson weiter.

Die Unterstützung, die die Karawane bisher auf ihrem Weg erfahren hat, ist groß. In allen Städten ihrer Route, ob in Zürich, Milano, Leipzig, Wien oder nun in Belgrad, wurden sie von vielen Menschen empfangen und versorgt.

„Die Stimmen der Protestierenden in Europa, Solidaritätskampagnen und auch unsere Karawane, werden von den Menschen in Kobane und der Region gehört“, freut sich Zozan Kisa.

Erst gestern Abend hatte der Oberkommandierende der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) Mazlum Abdi live im Fernsehen Ronahi TV erklärt: „Die weltweite Solidarität und Unterstützung wirkt sich positiv auf die internationalen Mächte aus. Gleichzeitig stärkt und motiviert es unsere Kräfte in der Region. Solange die Zukunft Rojavas ohne Garantie bleibt, muss die Solidarität andauern“.

Heute um 9 Uhr wird die Karawane im Luka Ćelović Park eine Kundgebung abhalten und ein Pressestatement abgeben. Dort wird es für Journalist:innen die Möglichkeit geben mit Teilnehmenden der Karawane Interviews zu führen.

Von dort aus führt der Weg weiter über Thessaloniki, Ankara und schließlich bis nach Kobane.

Pressekontakte:
Sprecherin der Karawane: Gesa Jonasson +49 163 1439287
Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773

Über die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“
Die Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit ist die selbstorganisierte europäische Antwort auf den Krieg gegen die Demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien, auch bekannt als Rojava. Die Teilnehmenden der Karawane verbindet das Ziel, ein starkes Zeichen der Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung in Nord- und Ostsyrien zu setzen. Über verschiedene Routen ist die Karawane auf dem Weg in Richtung der türkisch-syrischen Grenze zur umzingelten Stadt Kobane.

Humanitäre Krise in Kobane – Unterstützung aus aller Welt auf dem Weg in die Stadt

24.01.2026, Wien – Die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ erreicht mit über 100 Menschen das österreichische Wien. Auf vier verschiedenen Routen haben sich Menschen aus Europa auf den Weg nach Kobane gemacht, um die Menschen vor Ort in ihrem Widerstand gegen die Belagerung durch die syrische Armee zu unterstützen.

„Heute haben uns Nachrichten erreicht, dass die Versorgung in der Stadt Kobane zusammengebrochen ist. Die islamistische syrische Armee versperrt alle Zugangswege in die Stadt. Zwischen diesen Soldaten und dem Islamischen Staat, der vor einigen Jahren die Stadt angriff, ist kein großer Unterschied. Wie kann es sein, dass diese Stadt und ihre Bewohner:innen, die zum Symbol des Widerstands gegen den IS wurden, in dieser schwierigen Situation allein gelassen werden“, kritisiert Gesa Jonasson, Sprecherin der Karawane.

Die Teilnehmer:innen der Karawane sind aus verschiedenen Regionen Europas zusammengekommen unter anderem aus Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Katalonien und England. Die weiteste Anreise hatten Teilnehmende aus Kolumbien.

„Wir in Kolumbien wissen, was es heißt, im Krieg zu leben. Auch unser Land wurde zerstört. Doch die starken Frauen in Rakka, die ich auf meiner Reise in die Region 2025 kennengelernt habe, haben mich mit ihrem Mut und Widerstand gegen den IS sehr beeindruckt“, betont Lalo Londono aus Kolumbien.

Viele Jahre war die arabische Stadt Rakka die Hauptstadt des sogenannten Islamischen Staates (IS), bis sie im Oktober 2017 von den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) befreit wurde. Unter den Kämpfer:innen waren auch viele arabische Frauen aus der Region. Vor wenigen Tagen nahm die syrische Armee die Stadt gegen den Widerstand der SDF ein. Viele Teilnehmende der Karawane eint die Sorge, dass durch den Krieg der Regierung aus Damaskus islamistische Kräfte wie der IS in der gesamten Region wieder erstarken. Bereits nach der Machtübernahme der selbsternannten Übergangsregierung war es zu Massakern an verschiedenen Minderheiten in Syrien gekommen.

„Die demokratische Selbstverwaltung steht für direkte Demokratie, Freiheit der Frau und ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Menschen, wie Drusen, Kurden, Assyrer und vielen mehr. Das nun genau diesen Menschen eine humanitäre Katastrophe droht, wie gerade in Kobane, können wir nicht schweigend hinnehmen“, sagt Zozan Kisa, Teilnehmende der Karawane.

Am 25.01.2026 findet eine Kundgebung mit einem Pressetermin auf dem Heldenplatz in Wien statt. Von dort aus wird die Karawane ihren Weg über Serbien, Griechenland und die Türkei zur syrisch-türkischen Grenze fortsetzen.

Pressekontakt:
Teilnehmende der Karawane aus Frankfurt am Main: Zozan Kisa + 49 157 332 08412
Sprecherin der Karawane: Gesa Jonasson +49 163 1439287
Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773

„Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ – Mehr als 100 Teilnehmende der Karawane auf dem Weg in die Stadt Kobanê

23.01.2026, Frankfurt am Main – Nachdem gestern die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ mit einer Pressekonferenz ihren Start ankündigte, schlossen sich an ihrem ersten Tage mehr als 100 Teilnehmende an. Auf zwei Routen in Deutschland, von Köln über Frankfurt und Freiburg bis nach Zürich, und von Hannover über Kassel bis nach Leipzig, nähert sich die Karawane ihrem Zwischenziel Wien. Zur gleichen Zeit startete ein Konvoi der Karawane aus der französischen Stadt Lyon in Richtung Turin.

Die vielen Menschen aus unterschiedlichen Teilen Europas verbindet das gemeinsame Ziel, ein starkes Zeichen der Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung der demokratischen Selbstverwaltung in Syrien zu setzen. Zudem wollen sie mit ihrer Aktion das internationale Schweigen über die Kriegsverbrechen der syrischen islamistischen Armee brechen. Dafür machten sie sich heute auf den Weg. Ihr Ziel: die kurdische Stadt Kobane in Syrien. Diese ist derzeit von der syrischen Armee umzingelt. Berichten zufolge wurde die Strom- und Wasserversorgung durch die syrische Arme unterbrochen und auch das Internet funktioniert nicht.

Am heutigen Tag startete auch in Frankreich ein Konvoi der Karawane. Nach einer Pressekonferenz machten sich mehrere Autos auf den Weg Richtung Wien. „Das sich bereits am ersten Tag mehr als 100 Menschen der Karawane angeschlossen haben, ist ein großer Erfolg und ein starkes Zeichen der Solidarität“, bewertet Gesa Jonasson, Sprecherin der Karawane.

In Deutschland führten die Routen der einzelnen Konvois durch viele unterschiedliche Städte. In diesen wurden sie immer wieder von hunderten Menschen empfangen, verpflegt und Unterkünfte für die Nacht organisiert. „Die Unterstützung die wir auf unserem Weg bisher erhalten haben, ist überwältigend. Tausende Menschen sind jetzt schon in diese Aktion involviert“, sagt Gesa Jonasson weiter.

In den unterschiedlichen Städten nahm die Karawane an lokalen Kundgebungen und Demonstrationen teil, die sich u.a. gegen die Menschenrechtsverletzungen der syrischen Armee richteten. In vielen Redebeiträgen, wie auf der Kundgebung in Kassel, wurde die Gefahr thematisiert, die vom Erstarken des Islamischen Staates in Syrien ausgehe. Zozan Kisa, die sich in Frankfurt der Karawane angeschlossen hatte, betont dazu: „Die syrische Armee an sich besteht aus islamistischen Gruppen und hat nun einige Gefängnisse, in denen Mitglieder des Islamischen Staates von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) bisher bewacht wurden, geöffnet. Immer wieder hören wir wie viel Angst die Menschen in Syrien, im besonderen Gruppen wie die Kurden, Eziden, Alawiten und Christen, vor diesen Entwicklungen haben. Doch nicht nur in Syrien sind die Menschen besorgt. Auch in Europa hat der Islamische Staat in den letzten Jahren viele Anschläge verübt. „Die Syrischen Demokratischen Kräfte haben gegen den IS auch für unsere Sicherheit gekämpft“, betont eine Teilnehmerin der Kundgebung in Frankfurt am Main.

Morgen (24.01.) wird die Karawane in München einen Zwischenstopp machen. Dort wird um 13:00 Uhr zu einer Pressekonferenz im Kulturladen Westend, Ligsalzstraße 36, eingeladen. Auf dieser wird sich die Karawane erneut der Öffentlichkeit vorstellen. Pressevertreter:innen sind herzlich eingeladen.

Pressekontakte:
Teilnehmende der Karawane aus Frankfurt am Mai: Zozan Kisa + 49 157 332 08412
Sprecherin der Karawane: Gesa Jonasson +49 163 1439287
Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773

„Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ fährt durch Leipzig nach Kurdistan

23.01.2026 – Am Freitag, den 23. Januar, wird die Autokarawane zur Verteidigung der Menschlichkeit, die am Donnerstag in Hannover gestartet ist und bis nach Kobanê (Nord-/Ost Syrien) fahren will, durch Leipzig fahren. Um 18 Uhr wird es eine Pressekonferenz im kurdischen Verein (Eisenbahnstraße 53) geben.

Gesa Jonasson, Sprecherin der Gruppe, sagt: „In Nord- und Ostsyrien droht ein Genozid. Das lassen wir nicht zu. Die Bilder vom Kampf um Kobanê und vom Genozid im Shengal von 2014 sind unsere Mahnung, dass so etwas nie wieder passieren darf. Damals hat die Weltbevölkerung zu lange zugeschaut, dass darf nicht nochmal passieren.“

Die Situation in Nord-/Ost Syrien ist katastrophal. In den letzten Tagen wurden tausende IS-Kämpfer durch die HTS aus den Gefängnissen freigesetzt. Schon jetzt kam es zu Hinrichtungen, Vergewaltigungen und Versklavung von Frauen durch Islamisten. Die Stadt Kobanê ist derzeit von der Außenwelt abgeschnitten, seit Tagen ohne Strom und Wasser. Derzeit strömen tausende Menschen aus ganz Kurdistan nach Kobanê. 

Gesa Jonasson sagt weiter „Freunde und Familie fragen uns, ob wir bekloppt sind uns so einer Gefahr auszusetzen. Uns muss bewusst sein, was für einer Gefahr wir uns alle aussetzen, wenn in Syrien ein neuer Islamischer Staat errichtet wird. Die Jihadisten werden nicht in Kobane Halt machen, sie werden weiterziehen, sind unkontrollierbar. Die Staaten stellen sich gegen die Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien. Aber die Gesellschaften stehen an der Seite der Bevölkerung und davon sind auch wir ein Teil“.

Die Karawane ruft alle Menschen in Europa, und insbesondere Medienschaffende dazu auf, zu unterstützen, zu berichten und sich der Karawane anzuschließen.

Pressekontakt für Interviews und Rückfragen unter +491631439287

Instagram: @peoplescaravan

„Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ nach Syrien startet in Hannover – Teilnehmende protestieren gegen Kriegsverbrechen der syrischen Armee und rufen zur Teilnahme auf

22.1.2026, Hannover – Heute um 16 Uhr wurde auf einer Pressekonferenz, die im Rahmen einer Großdemonstration in Hannover stattfand, die Karawane der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziele der internationalen Karawane ist es, das internationale Schweigen angesichts der Verbrechen des syrischen Militärs zu durchbrechen und ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzten. Ihr Reiseziel ist die kurdische Stadt Kobane in Syrien, die derzeit vom Militär der islamistischen Übergangsregierung des syrischen Staates angegriffen wird.

Seit Anfang Januar ist der Krieg in Syrien erneut ausgebrochen. Die islamistische Übergangsregierung unter Ahmed al-Scharaa hatte die überwiegend kurdisch und christlich bewohnten Viertel der syrischen Stadt Aleppo mit schweren Waffen angegriffen und Zehntausende zur Flucht gezwungen. Doch bei diesen Angriffen blieb es nicht. Die Armee rückte weiter in die Gebiete vor, die vor einigen Jahren vom s.g. Islamischen Staat durch das multiethnische Militärbündnis der Demokratischen Syrischen Kräfte (SDF) befreit wurden. Mit ihrer Befreiung wurden sie Teil des basisdemokratischen Systems der Demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien.

Zur Karawane betonte die Sprecherin Gesa Jonasson: „Wir sind eine vielfältige Gruppe von Menschen und Organisationen aus Europa. Mit der Karawane antworten wir auf den Aufruf kurdischer Organisationen und Gemeinschaften aus Nord- und Ostsyrien, die um internationale Unterstützung und Aufmerksamkeit bitten“.

Um diese Unterstützung zu geben und Aufmerksamkeit herzustellen, wird die Karawane aus Deutschland über zwei verschiedene Routen, von Hannover und Köln, nach Wien fahren. Zwischenstopps werden in Kassel, Frankfurt, Leipzig, Freiburg, Zürich und München sein. Von Wien, wo weitere Konvois aus anderen Teilen Europas wie Italien zusammenkommen werden, wird sie ihren weiteren Weg über die Türkei nach Syrien einschlagen.

Wir werden nicht akzeptieren, dass die wichtigen Errungenschaften in der Region, wie direkte Demokratie durch Kommunen und Räte, die Gleichstellung der Geschlechter und Religionen, erneut durch islamistische Kräfte zerstört werden sollen“, betonteJonasson weiter. „Wir haben die Massaker des Islamischen Staates nicht vergessen, die in der Region, aber auch auf der ganzen Welt stattgefunden haben“.

Die Karawane kritisiert zudem die Unterstützung der islamistischen Regierung unter Ahmed al-Scharaa durch westliche Staaten. Während die islamistische Armee die kurdische Bevölkerung vertrieb, besuchte die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen al-Scharaa in Damaskus und sicherte ihm Unterstützung in Millionenhöhe zu“.

Am 23.1. um 8 Uhr wird sich die Karawane von der Kornstraße 17. in Hannover auf den Weg machen. Die Veranstalter:innen rechnen mit viel Unterstützung und einer großen Verabschiedung. Aufgerufen sind alle, sich der Karawane anzuschließen.

Pressekontakt:
In Hannover: Gesa Jonasson +49 163 1439287
Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773