„Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ – Mehr als 100 Teilnehmende der Karawane auf dem Weg in die Stadt Kobanê

23.01.2026, Frankfurt am Main – Nachdem gestern die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ mit einer Pressekonferenz ihren Start ankündigte, schlossen sich an ihrem ersten Tage mehr als 100 Teilnehmende an. Auf zwei Routen in Deutschland, von Köln über Frankfurt und Freiburg bis nach Zürich, und von Hannover über Kassel bis nach Leipzig, nähert sich die Karawane ihrem Zwischenziel Wien. Zur gleichen Zeit startete ein Konvoi der Karawane aus der französischen Stadt Lyon in Richtung Turin.

Die vielen Menschen aus unterschiedlichen Teilen Europas verbindet das gemeinsame Ziel, ein starkes Zeichen der Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung der demokratischen Selbstverwaltung in Syrien zu setzen. Zudem wollen sie mit ihrer Aktion das internationale Schweigen über die Kriegsverbrechen der syrischen islamistischen Armee brechen. Dafür machten sie sich heute auf den Weg. Ihr Ziel: die kurdische Stadt Kobane in Syrien. Diese ist derzeit von der syrischen Armee umzingelt. Berichten zufolge wurde die Strom- und Wasserversorgung durch die syrische Arme unterbrochen und auch das Internet funktioniert nicht.

Am heutigen Tag startete auch in Frankreich ein Konvoi der Karawane. Nach einer Pressekonferenz machten sich mehrere Autos auf den Weg Richtung Wien. „Das sich bereits am ersten Tag mehr als 100 Menschen der Karawane angeschlossen haben, ist ein großer Erfolg und ein starkes Zeichen der Solidarität“, bewertet Gesa Jonasson, Sprecherin der Karawane.

In Deutschland führten die Routen der einzelnen Konvois durch viele unterschiedliche Städte. In diesen wurden sie immer wieder von hunderten Menschen empfangen, verpflegt und Unterkünfte für die Nacht organisiert. „Die Unterstützung die wir auf unserem Weg bisher erhalten haben, ist überwältigend. Tausende Menschen sind jetzt schon in diese Aktion involviert“, sagt Gesa Jonasson weiter.

In den unterschiedlichen Städten nahm die Karawane an lokalen Kundgebungen und Demonstrationen teil, die sich u.a. gegen die Menschenrechtsverletzungen der syrischen Armee richteten. In vielen Redebeiträgen, wie auf der Kundgebung in Kassel, wurde die Gefahr thematisiert, die vom Erstarken des Islamischen Staates in Syrien ausgehe. Zozan Kisa, die sich in Frankfurt der Karawane angeschlossen hatte, betont dazu: „Die syrische Armee an sich besteht aus islamistischen Gruppen und hat nun einige Gefängnisse, in denen Mitglieder des Islamischen Staates von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) bisher bewacht wurden, geöffnet. Immer wieder hören wir wie viel Angst die Menschen in Syrien, im besonderen Gruppen wie die Kurden, Eziden, Alawiten und Christen, vor diesen Entwicklungen haben. Doch nicht nur in Syrien sind die Menschen besorgt. Auch in Europa hat der Islamische Staat in den letzten Jahren viele Anschläge verübt. „Die Syrischen Demokratischen Kräfte haben gegen den IS auch für unsere Sicherheit gekämpft“, betont eine Teilnehmerin der Kundgebung in Frankfurt am Main.

Morgen (24.01.) wird die Karawane in München einen Zwischenstopp machen. Dort wird um 13:00 Uhr zu einer Pressekonferenz im Kulturladen Westend, Ligsalzstraße 36, eingeladen. Auf dieser wird sich die Karawane erneut der Öffentlichkeit vorstellen. Pressevertreter:innen sind herzlich eingeladen.

Pressekontakte:
Teilnehmende der Karawane aus Frankfurt am Mai: Zozan Kisa + 49 157 332 08412
Sprecherin der Karawane: Gesa Jonasson +49 163 1439287
Presseteam der europaweiten Karawane: +31 6130 48773

Share this post

Write a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert